Der Hermersberger Dinkel-Zwilling

Hermersberger Dinkel Zwilling
Wir haben unser Demeter-Brotsortiment überarbeitet und vier neue Sorten aufgenommen, die wir nach und nach hier vorstellen. „Unsere Brotsorten sollen sich klar voneinander unterscheiden“, erklärt Jan-Philipp Schwarz, der in der Hermersberger Backstube für die Rezepturen zuständig ist. Er plädiert für sortenreine Brote, denn jedes Getreide erfordert eigene Aufmerksamkeit. Dinkel hat zum Beispiel eine ganz andere Struktur als Weizen, deshalb brauchen beide eine andere Teigführung. „Wenn man ein Brot ganz ohne Hilfsmittel backen will, muss man voll ausschöpfen, was das Getreide kann“, so lautet Schwarz’ Philosophie. Hier sind also echte Puristen am Werk.

Der Dinkel-Zwilling enthält Dinkel-Vollkornmehl, Wasser, Bio-Steinsalz, Bio-Rapsöl und Bio-Hefe, sonst nichts. Er heißt Zwilling, weil er in der Mitte einen sogenannten „Ausbund“ hat, der den 750-Gramm-Laib in zwei Hälften teilt. Der Ausbund entsteht nicht durch einen Schnitt, sondern durch „Anschieben“: Zwei getrennt aufgearbeitete Teigstücke werden im Ofen so dicht nebeneinander platziert, dass sie zusammenbacken. Das Brot geht mehr auf, als wenn man es einschneidet, und es bekommt mehr Kruste.

Und wie schmeckt der Zwilling? „Es ist ein sehr universelles Brot mit einem runden Aroma“, meint Jan-Philipp Schwarz. „Dinkel schmeckt generell etwas erdig. Durch die 20-stündige Reifezeit ist der Teig sehr gut durchsäuert, aber mit einer ganz milden Säure. Das Brot schmeckt nach viel, ohne aufdringlich zu sein. Wie bei einem guten Wein entfaltet sich der Geschmack. Wenn man Butter draufschmiert, schmeckt sie noch buttriger.“ 

Die Kundschaft freut sich, dass sich das Brot für ein deftiges Vesper genauso hervorragend eignet wie zum Frühstück und dass es vier bis fünf Tage lang frisch bleibt.

Wir backen an fünf Tagen pro Woche. Unsere Demeter-Backwaren sind am Di, Fr und Sa im Hofladen Hermersberg erhältlich, darüber hinaus an Verkaufsstellen in Hohenlohe und Heilbronn.